Zu Besuch: Patrick Salutt

Patrick Salutt (*1992) ist ein Künstler mit Lebensmittelpunkten in Susch und Paris. Er studierte zunächst Architektur an der Technischen Universität Wien (2013–2018), absolvierte anschließend ein Praktikum bei Valerio Olgiati in Flims (2018–2019) und schloss sein Studium mit einem Master of Fine Arts in Malerei an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (2020–2022) ab.

Aufgewachsen in den Engadiner Alpen in der Schweiz, war seine frühe Lebenswelt geprägt von professionellem Skifahren und Alpwirtschaft. Diese alpine Herkunft bildet bis heute einen zentralen Referenzpunkt seiner künstlerischen Arbeit. Nach Jahren in Wien, Berlin und Paris kehrt Salutt in den Sommermonaten ins Engadin zurück, wo er in einer offenen Holzscheune großformatige Ölgemälde schafft, die eine aquarellhafte Zartheit mit einer stark körperlichen, beinahe skulpturalen Präsenz verbinden.

In seinem Vortrag „Was macht die Malerei am Nachmittag?“ sprach Salutt über Tagesroutinen, Lichtstimmungen, Produktionsbedingungen und die Frage, wie Umgebung und Landschaft das künstlerische Arbeiten beeinflussen. In Anlehnung an historische künstlerische Positionen, von Friedrich Nietzsche in Sils Maria bis zu Kirchner, Hesse oder den Giacomettis, reflektiert er die alpine Landschaft als Ort verdichteter Zeit, Erinnerung und Tradition.

Im Gespräch mit der Klasse thematisierte er zudem seine Ateliersituation im Engadin, einem besonderen Biotop, in dem sich internationale Kunstszene, Tourismus und Markt überschneiden.  Wie findet sich dort junge Künstler*innen zurecht, welche Chancen eines Aufbaus von künstlerischer Existenz bietet sich? Diskutiert wurden Fragen nach den Möglichkeiten und Herausforderungen für junge Künstler*innen, der Aufbau einer künstlerischen Existenz sowie das Verhältnis von Rückzug, Produktion und Sichtbarkeit.

Patrick Salutt, 2025 in Hauser & Wirth: https://www.hauserwirth.com/news/hauser-and-wirth-invite-s-returns-to-zurich-featuring-works-by-patrick/